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Regatta Spass und Sommerfeeling

Nach einer sehr ruhigen Nacht, im Gegensatz zum Athener Partyhafen, krieche ich erholt aus meiner Koje. Nach 2 Tassen Kaffee lockt die schöne Bucht für ein Morgenbad, das sich als eher frisch entpuppt  und ich ziemlich schnell wieder an Bord bin.

 

Jetzt richtig wach mache ich mich ans Frühstück mit der angenehmen Frühlingsonne.

 

 

 

Unser Plan für heute birgt keine grossen Strapazen. Wir möchten zur südlich gelegenen Insel Serifos segeln, die gerade mal gute 20 Seemeilen entfernt ist.

 

Auf unserer Strecke mit gut 2 Beaufort Südwestwind kommt es zu einem kleinen Regatta-Spass mit einer vor uns liegenden Bavaria 46. Da unser Skipper Philippos und die ganze Mannschaft auf diese Gelegenheit gewartet haben, zögern wir nicht lange und legen uns so richtig ins Zeug. Mit Erfolg gekrönt lassen wir unsere unfreiwilligen Mitbestreiter in unserem Kielwasser hinter uns.

 

Für die Segler birgt diese Insel auf der Westseite je nach Wetterlage ungemütliche „mini Tornados“.  Wir werden glücklicherweise dank Sommerlicher Wetterlage und einer leichten Brise von diesem Szenario verschont und geniessen schon unser erstes Voranker-Bier.

 

In der Bucht von Kalo Ambeli treffen wir auf eine bezaubernde Einsamkeit mit kristallklarem Wasser, das uns die Badelust überkommt. Das Wasser hier ist um einiges Wärmer als mein Morgenbad. Nach dem erkunden des Unterwasserschiffes, um die Log zu reinigen die gar nicht vorhanden ist, fahren wir entlang der Naturbelassenen Steilküste in Richtung Hafen von Livadi.

 

 

 

In der bereits seit der Antike bekannten Bergbauregion wurden ab 1867 Eisenerz und Kupfer in großen Mengen abgebaut. Der deutsche Mineraloge Emil Grohmann und seine Nachfolger leiteten die Förderung bis in die 1940er Jahre, dann mussten die Anlagen wegen der Konkurrenz durch afrikanische Billigimporte stillgelegt werden.