Von Serifos nach Sifnos

Nach einer sehr ruhigen Nacht im Hafen von Livadi auf Serifos geniessen wir ein reichhaltiges Frühstück mit einem Glas Champagner direkt am Strand. Wieder zurück auf dem Schiff wird alles „Ready“ gemacht und wir verlassen diese schöne Insel auf Amwind Kurs mit 4 Bft.

 

Unser nächstes Ziel wird die weiter Südlich gelegene Insel Sifnos sein.

 

„Sífnos, die „Leere“

Sífnos heißt übersetzt schlicht und einfach „leer“ - auf den ersten Blick ein frappierender Gegensatz zum ehemaligen Reichtum der Insel in der Antike. Überliefert ist, dass alljährlich der zehnte Teil der Einnahmen aus den Goldbergwerken in Form eines goldenen Eis nach Delphi ging, wo der Gott Apollon verehrt wurde. Wie bereits erwähnt, wurde dort damit das prächtige Schatzhaus der Sifnier errichtet, in dem immense Vermögen gehortet wurden. Doch einmal versuchten es die Sifnier mit einer List - sie vergoldeten nur die Oberfläche des an Delphi „überwiesenen“ Eis. Prompt merkte das der bearbeitende „Bankier“ - und binnen kurzem wurden die sifnischen Goldbergwerke von den ägäischen Wogen überflutet, wie es heißt, die Rache Apollons für den Betrug. Die Zerstörung geschah so gründlich, dass bis heute keine Spur von den Goldminen zu entdecken ist. Sífnos war zur „leeren“ Insel geworden...“

In der idyllisch gelegenen Bucht von Vathy auf Sifnos genehmigen wir uns eine kurze Landbesichtigung und verköstigen uns mit einem feinen Lunch. Zurück auf unserer Yacht möchte ich mich sportlich betätigen und beschliesse, eine kleine Wake Session unter Motor einzulegen...it’s so funny J

 

 

Wieder an Bord nehmen wir Kurs zum Hafen Gialos und ankern „Römisch-Katholisch“ trotz der mehrheitlich orthodox geprägten Bevölkerung. Beim Landstrom gibt es noch ein kleines Problem, das aber sehr rasch von unseren 2 Brüder mit Sorgfalt behoben wird. In der Nacht frischt der Westwind auf und ich sichere das Boot mit einer zusätzlichen Luv-Leine ab und falle angenehm erschöpft in meine Koje.