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Der Wein von Sikinos

Mit leicht bewölktem Himmel starten wir mit einem noch leichteren Frühstück in den Tag. Wir unternehmen mit Kanu und Dinghi einen Ausflug in unserer Ankerbucht. Einfach Traumhaft!!

 

 

 

Der Wind zeigt sich heute nicht von seiner Schokoladenseite und wir laufen unter Motor auf die Südseite der Insel Folegandros und machen einen kurzen Stopp.

Nach einer guten halben Stunde verlassen wir bereits wieder die Bucht, da wir auf Sakines noch ein Weingut besuchen möchten

Manalis: Die neue Weinkellerei von Síkinos

 

Mit Geldern der EU wurde vor einigen Jahren in idyllischer Lage mitten im Rebhang auf dem Weg nach Episkopí eine „Winery“ erbaut mit traumhafter Aussicht über die terrassierten Hänge bis hinunter zum Meer ( 6932-272854, www.manaliswinery.gr). Ein wunderschönes Erlebnis, dort den Sonnenuntergang zu genießen, dazu den kühlen Wein und eine kleine Platte mit Mezédes... Georgios Manalis hat sich den Traum erfüllt, mit neuer Technologie Wein zu produzieren wie seine Vorfahren - ein guter Weißwein aus den alten Rebsorten von Síkinos. Die Anlage wird vollständig mit Solarstrom bedient. 5000 Liter Wein können derzeit produziert werden, jedes Jahr wird es etwas mehr.

 

 

Dank unserem Skipper Philippos, der eine gute Beziehung zu Lukas Manalis hat, dem Sohnemann des Weingutes, kommen wir in den Genuss und können dieses wunderbare Gut besuchen. Er holt uns mit seinem Fiat direkt am Hafen ab und nach einer 15 minütigen Autofahrt sind wir auch schon da.

Vor der Weindegustation zeigt uns Lukas noch die nicht weit entfernte Kirche von Episkope. Das Heróon wurde im 3. Jh. n. Chr. auf dem Friedhof der alten Ionierstadt als Grabmal für einen reichen Inselbewohner errichtet. Mit Säulen, Vorhof (Pronaos) und Hauptraum (Cella) war es einem antiken Tempel täuschend echt nachgebildet, was noch im 19. Jh. Archäologen zu der Vermutung veranlasst hat, es handele sich tatsächlich um einen Tempel. Erst in den 1960er Jahren konnte der tatsächliche Verwendungszweck geklärt werden. In frühchristlicher bzw. byzantinischer Zeit wurde das Grabmal ohne große bauliche Veränderungen in eine Kirche umgewandelt, im 17. Jh. schließlich in ein Kloster mit einigen Nebengebäuden. Damals erhielt das Bauwerk seinen Namen Episkopí und seine heutige Gestalt mit Kuppel und Glockenträger.

 

 

Danach geht es zur Weindegustation. Trotz unseres Hungers offeriert uns Lukas die verschiedenen Weine seines Weingutes und wir decken uns gleich mit mehreren Flaschen dieses wirklich doch sehr feinen Tropfen ein. Danach sind wir dann so richtig hungrig und wir kehren in das einzige Restaurant auf der Insel ein.